Die Funktion der Haare

Nachdem wir uns schon kurz mit der Bedeutung der Haare beschäftigt haben, ist es jetzt an der Zeit, unsere Haare auch einmal aus der wissenschaftlichen Sicht zu betrachten. Wie ich schon kurz angedeutet habe, sollten unsere Haare ursprünglich zum Beispiel vor Sonnenstrahlen und Kälte schützen, heute jedoch steht ihre schmückende Funktion im Vordergrund. Nur noch die Haare in Nase und Ohren (Staub) und die Augenbrauen und Wimpern (Schweiß) haben echte Schutzfunktionen. Das Haar ist ein Anhangsgebilde der Haut und in seiner Beschaffenheit vom Gesundheitszustand und der Art der Pflege des ganzen Körpers abhängig. Es dient uns auch als Tastsinnübermittler und meldet leichteste Berührungen oder den leisesten Wind. Dies geschieht über die Nerven, die zum Haar führen.
Jeder Mensch hat durchschnittlich 90 000 Haare auf dem Kopf,
bei Rot- und Schwarzhaarigen sind es etwas weniger, bei
Blond- und Braunhaarigen etwas mehr, davon ca. 100 bis 200
Haare auf einem Quadratzentimeter der Kopfhaut.
Es gibt drei verschiedene Haararten beim Erwachsenen:
Langhaare: Kopf-, Bart-, Achselbehaarung;
Borstenhaare: Augenbrauen, Wimpern,  Ohren- und Nasenhaare; Woll- und Flaumhaare: die  mehr oder weniger entwickelte übrige Körperbehaarung.
Das erste Haarkleid entsteht etwa ab dem dritten Monat nach der Befruchtung beim Fötus, indem die Keimzone der Epidermis (Oberhaut) eine Ausbuchtung bildet, aus der sich der Haarfollikel mit seinen Anhangsgebilden entwickelt. Diese Haare fallen jedoch schon in den letzten Monaten der Schwangerschaft oder im ersten Lebensjahr aus und werden durch normale Behaarung ersetzt.