Haarfarben

Die Haarfarbe wird von den Melanozyten gebildet - den Zellen zwischen den Matrixzellen. Der Farbstoff des Haares, das Melanin, setzt sich aus den größeren, dunklen, matten Melanokeratiden und den kleineren, rötlich gelben Rhodokeratiden zusammen. Das Mischungsverhältnis dieser Pigmente ergibt die Haarfarbe. Graues Haar ist eine Mischung aus unpigmentierten, weißen und pigmentierten Haaren. Ein Haar wird durchschnittlich fünf bis sechs Jahre alt und dabei 60 bis 80 Zentimeter lang. In der Wachstumsphase, in der sich etwa 85 Prozent der Haare befinden, bilden die Matrixzellen ständig neue Zellen, das Haar wächst. Dann folgt die Übergangsphase von zwei bis drei Wochen, in der das Haar von der Haarpapille (= Teil der Haarzwiebel am untersten Ende der Haarwurzel) getrennt wird und keine weiteren Zellen mehr entstehen. In der zwei- bis viermonatigen Ruhephase erholt sich die Haarpapille, bevor eine neue Wachstumsphase beginnt - eine erneuerte Papille beginnt wieder Zellen zu produzieren. Das »alte« Haar wird dann aus dem Follikel geschoben. Ca. 15 Prozent der Haare befinden sich in dieser Erneuerungsphase, gleichmäßig über die Kopfhaut verteilt, so dass keine kahlen Stellen entstehen.
Pro Tag können bis zu 100 Haare ausfallen. Da eine fortwährende Erneuerung des Haarbestandes stattfindet, bleibt dieser insgesamt konstant.
Das Haar besteht aus Keratin (verhorntes Eiweiß), die Elemente Kohlenstoff, Sauerstoff, Stickstoff, Wasserstoff und Schwefel sind an seinem Aufbau beteiligt.
Der Querschnitt des Haares ist rundlich, oval. Die Stärke der Haare beträgt zwischen 0,04 und 0,12 Millimeter, durchschnittlich liegt sie bei 0,06 Millimeter. Blonde und braune Haare sind meist dünner als rötliche und schwarze.