Haare tönen leicht gemacht

Tönungen sind Präparate, die synthetisch hergestellte Farbstoffe enthalten. Durch positive und negative Ladung dringen diese Farbstoffe unterschiedlich weit in das Haar ein und haften an ihm. Die Haarstruktur wird beim Tönen nicht beeinträchtigt, durch die Anlagerung von Farbstoffen erhält es zusätzlich eine äußere Schicht und kann dadurch sogar dicker wirken. Es entsteht beim Nachwachsen der Haare kein Ansatz. Doch Vorsicht: Viele Präparate, die auf dem Markt als Tönung angeboten werden, sind keine Tönungen, sondern oxidative Haarfarben. Am besten kann man Tönungen daran erkennen, dass sie gebrauchsfertig aus der Verpackung kommen. Muss man vor dem Gebrauch zwei oder mehrere Tuben zusammenmischen, ist immer ein Oxidant enthalten. Auch durch den Geruch unterscheiden sich Tönungen deutlich von Haarfarben. Oxidative Haarfarben haben immer einen leicht stechenden Geruch. Achter. Sie auch auf die Inhaltsangaben. Die Präparate setzen sich aus Farbbildnern, Nuancierungsfarbstoffen, Ammoniak und Wasserstoffperoxid als Oxidationsmittel zusammen. Sie enthalten neben fertigen Farbpigmenten auch kleine Moleküle unentwickelter Farbstoffe, die sich mit Hilfe von Sauerstoff zu größeren Farbmolekülen verbinden. Bei der Quellung des Haares dringt die künstliche Haarfarbe in die Faserschicht vor und verändert oder zerstört teilweise die natureigenen Farbpigmente. Wie bei der Dauerwelle verträgt dies das Haar einmal sehr gut, bei wiederholter Behandlung treten jedoch Haarschädigungen auf.